Ein Browsergame, ein selbst gebautes Angriffstool und eine Idee, die mich nie ganz losgelassen hat.
Wie alles begann
Die Geschichte von Mandra beginnt lange vor der heutigen Spielwelt. Sie beginnt mit einem Vierzehnjährigen, dem Browsergame Kampf-um-Mittelerde.de und einer kleinen Allianz.
Damals war ich Leiter einer Allianz. Während eines Krieges wollte ich unsere Angriffe besser koordinieren und beschloss, dafür ein kleines Angriffstool zu erstellen. Programmieren konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht – also brachte ich mir selbst PHP bei.
Aus diesem Werkzeug entstand bald eine größere Idee: Warum nicht ein eigenes Browsergame entwickeln?
⚒ Die ersten Schritte – ab 2003
Mit fünfzehn begann ich, an Mandra zu arbeiten. Mit etwa fünfzehneinhalb begann für mich außerdem das Berufsleben. Das Spiel blieb ein Projekt, an dem ich in meiner Freizeit weiterarbeitete.
Mit sechzehn gab es schließlich eine spielbare Version. Die Grafik war, freundlich ausgedrückt, gewöhnungsbedürftig. Aber man konnte Gebäude bauen, Dörfer erobern und gegeneinander spielen. Vieles war einfach und unfertig, doch es war mein eigenes kleines Spiel.
Ungefähr fünf Spieler waren damals dabei. Ich hatte große Vorstellungen davon, was aus Mandra werden könnte. Als die erhofften Spielerzahlen ausblieben, stellte ich die Entwicklung irgendwann ein.
Mandra verschwand in der Schublade. Die Idee dahinter blieb.
📜 Ein alter Quellcode und ein neuer Anfang
2024 beschäftigte ich mich beruflich wieder intensiver mit Datenbanken und SQL. Dabei kam auch die Erinnerung an Mandra zurück. Ich wollte wissen, was von meinem alten Spiel noch übrig war – und ob ich daran weiterarbeiten könnte.
Ein Großteil des ursprünglichen Quellcodes war inzwischen verloren gegangen. Zum Glück hatte Honkisponk noch eine alte Version gespeichert. Auch darin fehlte vieles, aber sie gab mir die Grundlage, um wieder anzufangen. Ohne diese aufgehobene Kopie wäre der Neustart deutlich schwieriger gewesen.
Seit ungefähr dem 11. Januar 2025 entwickle ich wieder aktiv an Mandra. Schritt für Schritt wurde aus dem alten Projekt die Spielwelt, die ihr heute kennt.
❤️ Was Mandra heute für mich bedeutet
Während ich diese Zeilen im Oktober 2026 schreibe, bin ich 38 Jahre alt. Zwischen den ersten Versuchen und dem heutigen Mandra liegen mehr als zwanzig Jahre. Inzwischen sind wir etwa fünfzehn aktive Spieler – und das macht mich unglaublich glücklich.
Meine Ansprüche haben sich verändert. Früher dachte ich, ein erfolgreiches Spiel müsse mindestens tausend Spieler haben. Heute freue ich mich über jeden Einzelnen, der sich für Mandra begeistert, Ideen einbringt und seine eigene Geschichte in dieser Welt hinterlässt.
Natürlich hoffe ich weiterhin, dass Mandra wächst. Mehr Spieler bedeuten auch neue Begegnungen, spannende Rivalitäten und noch mehr Geschichten, an die wir uns später erinnern können. Aber ich habe gelernt, auch das zu schätzen, was bereits da ist.
Danke an Honkisponk für den geretteten Quellcode. Und danke an jeden, der Mandra spielt, mitgestaltet und diesem alten Herzensprojekt neues Leben gibt.
🖼 Erinnerungen an die Anfänge
In der Bildergalerie ist Platz für alte Ansichten und frühere Entwicklungsstände von Mandra. Manche wirken heute vielleicht etwas unbeholfen. Für mich steckt in ihnen die Erinnerung daran, wie alles angefangen hat: mit Neugier, vielen Versuchen und der Freude, etwas Eigenes zu erschaffen.
Zur Bildergalerie »Ein Blick zurück auf die Anfänge von Mandra